{"id":327,"date":"2024-02-01T13:38:00","date_gmt":"2024-02-01T12:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fahrfaraway.de\/wordpress\/?p=327"},"modified":"2024-02-08T14:08:23","modified_gmt":"2024-02-08T13:08:23","slug":"ein-bisschen-langer-in-mallorca","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fahrfaraway.de\/wordpress\/ein-bisschen-langer-in-mallorca\/laender\/","title":{"rendered":"Ein bisschen l\u00e4nger in Mallorca"},"content":{"rendered":"\n<p>Wo soll ich blo\u00df anfangen? Wir haben uns eine Weile nicht bei euch gemeldet, da wir immer noch auf Mallorca festh\u00e4ngen. Aber ehrlich gesagt gibt es Schlimmeres, denn wir haben bis zu 20 \u00b0C und k\u00f6nnen jeden Tag ans Meer laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich denke, wir starten mal am Anfang, denn von unserer \u00dcberfahrt nach Mallorca gibt es auch einiges zu berichten. Da es unsere erste Fahrt mit einer Autof\u00e4hre war und die Reederei uns nur sp\u00e4rlich mit Informationen versorgt hat, waren wir recht fr\u00fch am Hafen von Barcelona. Insgesamt standen wir vier Stunden vor der Auffahrt und haben uns die Zeit mit Lesen, Essen und Quatschen vertrieben. Gegen 22 Uhr ging es dann endlich los, die Tore \u00f6ffneten sich. Eine Reihe Fahrzeuge nach der anderen fuhr auf die F\u00e4hre, und mittendrin wurden auch die Lkw eingewiesen. F\u00fcr uns war das ein kleines Durcheinander. An der Rampe vom Quai auf das Schiff winkte ein, in Warnweste gekleideter Spanier, dass wir rauffahren sollen, und wandte sich dann ab. Da standen wir nun auf der Rampe vor f\u00fcnf Spuren und wussten nicht, wo wir hinfahren sollen. Im Schiff gaben dann weitere Mitarbeiter irgendwelche Winkzeichen, die man nicht wirklich entziffern konnte. Zudem jeder andere. Erst sollten wir uns in die eine Reihe stellen, dann sollen wir drehen. Nebenbei \u00f6ffnen die Autofahrer die T\u00fcren und laufen ohne zu schauen los. AHHHH!!! Fynn blieb trotzdessen ruhig, und wir fanden unseren Platz. Mit unseren gepackten Sachen suchten wir den Ausgang zum Deck und fanden nach etwas Gesuche auch den Aufenthaltsraum. Nach einigem Hin-und-Her-\u00dcberlegen entschieden wir uns doch, ein Zimmer zu buchen, denn nirgendwo war ein geeignetes Pl\u00e4tzchen, um in Ruhe zu sitzen und eventuell etwas Schlaf zu finden. Nach zwei Bierchen ging es auf unser Zimmer, um f\u00fcnf Stunden ein Schl\u00e4fchen zu halten. Unser Wecker klingelte p\u00fcnktlich, und eine Durchsage gab uns zu verstehen, dass wir langsam zu unseren Autos gehen sollten. Wir a\u00dfen eine Kleinigkeit und suchten dann Barlu auf, dem es bestens ging. Sicher hat er die paar Stunden Ruhe ohne uns genossen. P\u00fcnktlich um 6 Uhr fuhren wir als ERSTE von der F\u00e4hre, aber wie auch bei der Auffahrt gab es nat\u00fcrlich keine Anweisungen, und wir standen vor einer geschlossenen Schranke. Wir rollten zur\u00fcck und fanden endlich den Ausgang. Die Stra\u00dfen waren noch recht ruhig, und so fuhren wir, wieder mit festem Boden unter den R\u00e4dern, nach Peguera.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Familie Thieme vermutlich eh noch schlafen wird, entschieden wir, uns auch nochmal aufs Ohr zu hauen. Ein sch\u00f6nes Wiedersehen, aber auch etwas ungewohnt, so viele Menschen um sich zu haben. Dann wurden erst mal Orangen gepfl\u00fcckt, um den leckersten Orangensaft zu pressen. Nachdem wir ein ausgiebiges Fr\u00fchst\u00fcck genossen haben, ging es ab in die Hauptstadt Palma. Es wurde ein bisschen geshoppt, \u201eKaffee\u201c getrunken und die Architektur der Stadt bestaunt. Abends gingen wir mit Freunden in einem Restaurant essen. Es ist sch\u00f6n in Gesellschaft zu sein, sich mit Menschen auszutauschen und vor allem seine Familie um sich zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>An Silvester verbrachten wir den Tag auf unserer Terrasse. Wir hatten viel Spa\u00df beim Spielen, Quatschen und Vorgl\u00fchen. Papa hat wieder hervorragend gekocht, es gab Shepherd&#8217;s Pie. Mit Fynn ging es den Tag \u00fcber gesundheitlich bergab, und er konnte den restlichen Abend nicht mitfeiern. Um Mitternacht gab es Sekt zum Ansto\u00dfen, und wir nahmen uns alle in die Arme. Leider lag Fynn danach mit Fieber im Bett, und der Rest rockte die Tanzfl\u00e4che. Wir hatten so viel Spa\u00df. Nach einer gelungenen Nacht stiefelten wir nach Hause und schliefen unseren Rausch aus. Wir verbrachten ein paar sch\u00f6ne Tage mit der Familie und Freunden. Genossen gemeinsame Sonnenunterg\u00e4nge, unternahmen kleine Ausfl\u00fcge und lachten unheimlich viel. Leider mussten sie auch schon bald wieder nach Deutschland zur\u00fcck. Der Abschied auf unbestimmte Zeit f\u00e4llt einem doch etwas schwer.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir beschlossen noch ein wenig auf der Insel zu bleiben, da wir noch einige To-dos abarbeiten wollten und Fynn sich ganz auskurieren sollte. Zudem haben wir hier eine Wohnung, wo wir W\u00e4sche waschen k\u00f6nnen und uns ein Badezimmer zur Verf\u00fcgung steht. Erstmal wieder Routine in unseren Alltag bringen, aber irgendwie bekamen wir keine ordentliche Schlafroutine. Wir hingen viel den Tag \u00fcber rum. Naja, einfach mal chillen. W\u00e4hrend Fynn sich noch erholte, fing ich mit t\u00e4glichen Sporteinheiten an. Mittlerweile habe ich sogar Spa\u00df dabei. Lesen steht auch wieder auf der Tagesordnung, so langsam kamen wir in Gang. Sport tut uns gut. Wir versuchen uns gegenseitig zu motivieren und unser Programm auszubauen. Barlu hat eine Grundreinigung bekommen und einen Termin f\u00fcr die Inspektion hatten wir auch schon. Leider wissen die \u201eDeutschen Kfz-Meisterbetriebe Mallorca\u201c nicht, dass ein VW-Crafter gro\u00df, lang und schwer ist. So tanzten wir in zwei Werkst\u00e4tten zum Termin an und wurden wieder losgeschickt. Aber wie sagt man so sch\u00f6n: \u201eAlle guten Dinge sind drei!\u201c Es hat dann doch endlich geklappt. F\u00fcr das Problem am Wassersystem mussten wir einen Experten hinzuziehen. Nach einem erfolgreichen Gespr\u00e4ch konnten wir die entsprechenden Teile bestellen und die Ursache beheben. Nat\u00fcrlich best\u00e4tigt sich das erst, wenn wir wieder on Tour sind und das System tagt\u00e4glich belastet wird. Dr\u00fcckt uns die Daumen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Fynn derzeit nicht die \u201eAlte F\u00f6rsterei\u201c besuchen kann, wollten wir ihn wenigstens mit einem anderen Stadionbesuch vertr\u00f6sten. Mit dem Bus fuhren wir zum Estadi de Son Moix. Vor dem Stadion versammelten sich fr\u00f6hliche Menschenmassen und tranken gemeinsam. Wir hatten gar nicht damit gerechnet, dass es zum Heimspiel von RCD Mallorca gegen Vertigo so voll wird. Ein gro\u00dfes Programm war geplant, einige Menschen waren auf dem Fu\u00dfballplatz gruselig verkleidet. Die Frauen trugen typische mallorquinische Tracht mit Kastagnetten in den H\u00e4nden. Auf einmal wurde laut gesungen und getanzt. Im Anschluss gab es ein recht intensives Fu\u00dfballspiel, man merkt das spanische Temperament auf dem Platz. Die Spanier schubsen und meckern sehr viel, es wurde richtig laut im Stadion, auch wenn es eigentlich kein Foul war. Ein spannendes Erlebnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Ausfl\u00fcge ins Tramuntana-Gebirge zu machen, ist Barlu etwas unkomfortabel. Die engen Stra\u00dfen und steilen Anstiege sind f\u00fcr dieses Fahrzeug und den Spritverbrauch schon herausfordernd. Aus diesem Grund haben wir uns das Auto meiner Eltern besorgt und fuhren ein paar Tage in die Natur. Eine Macke an unserem Spiegel haben wir sowieso schon, von einem M\u00fcllauto, welches nicht an uns vorbei kam. Gott sei Dank ist es nichts weltbewegendes, und der Spiegel ist in seiner Funktionsf\u00e4higkeit nicht eingeschr\u00e4nkt. Aber weitere Schrammen brauchen wir nicht. Das Tramuntana-Gebirge ist eine gute Gelegenheit mal wieder H\u00f6henmeter zu machen und so geschah es auch. Man f\u00fchlt sich so frei in den Bergen. Auch wenn es ziemlich anstrengend ist, man tut es f\u00fcr die gro\u00dfartigen Aussichten. Die Gedanken konzentrieren sich nur auf den Auf- und Abstieg, man vergisst alles drum herum. Einigen Tiere begegnet man auch auf seinen Touren, da waren Bergziegen, Schafe, kleine V\u00f6gel und sogar M\u00f6nchsgeier dabei. Letztere sind mit den Bartgeiern die gr\u00f6\u00dften Greifv\u00f6gel Europas. Bis vor 30 Jahren waren die V\u00f6gel beinah ausgestorben. Durch Aufzucht- und Wiederansiedlungsprojekte konnte sich der Bestand, jedoch \u00fcber Jahre erholen. Sehr majest\u00e4tische und seltene Gesch\u00f6pfe die wir, wenn auch nur kurz, erblicken und bestimmen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dieser Sichtung k\u00f6nnen wir die Insel nun ruhigen Gewissens verlassen. Die Sachen werden gepackt, und eine \u00dcberfahrt steht bevor. Wo es uns wohl als n\u00e4chstes hin verschl\u00e4gt werden wir sehen, wenn wir wieder auf dem Festland sind. Wir sind bereit f\u00fcr das Jahr 2024 und haben ziemlich Bock spannende Abenteuer zu erleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir h\u00f6ren und ganz bald wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>P.S. Wir haben noch einen ganz besonderen Ausflug gemacht. \u00dcber diesen werden wir , die n\u00e4chsten Tage, aber in einem zus\u00e4tzlichen Artikel berichten. F\u00fcr alle Naturbegeisterten lohnt sich das Vorbeischauen auf jeden Fall. Lasst euch \u00fcberraschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo soll ich blo\u00df anfangen? Wir haben uns eine Weile nicht bei euch gemeldet, da wir immer noch auf Mallorca festh\u00e4ngen. 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