{"id":425,"date":"2024-02-08T14:08:03","date_gmt":"2024-02-08T13:08:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fahrfaraway.de\/wordpress\/?p=425"},"modified":"2024-02-28T12:33:42","modified_gmt":"2024-02-28T11:33:42","slug":"parc-natural-de-salbufera-de-mallorca","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fahrfaraway.de\/wordpress\/parc-natural-de-salbufera-de-mallorca\/abenteuer\/","title":{"rendered":"Parc natural de s\u00b4Albufera de Mallorca"},"content":{"rendered":"\n<p>Fr\u00fch schmiss uns der Wecker aus den Federn, denn der fr\u00fche Vogel f\u00e4ngt den Wurm und da wollen wir dabei sein. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in der N\u00e4he von Alcudia an einem besonderen Park an. Dort gibt es n\u00e4mlich das einzige Feuchtgebiet Mallorcas, welches unter Naturschutz steht. Eine spannende Flora und Fauna, die sowohl einheimische Vogelarten als auch Zugv\u00f6geln Lebensraum bietet. Was wir da erleben durften, war atemberaubend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sonne war gerade aufgegangen, da betraten wir das Gel\u00e4nde. Die V\u00f6gel zwitscherten schon vor sich hin. Am Ufer sa\u00dfen die unterschiedlichsten Reiher und genossen die ersten Sonnenstrahlen. Einen Eisvogel beobachteten wir bei seinem, vielleicht ersten, Rundflug \u00fcber den Kanal. Bei n\u00e4hren Betrachten schien es der geeignete Platz f\u00fcr Eisv\u00f6gel zu sein. Sie brauchen steile Ufer, wo sie ihr Nest graben k\u00f6nnen und ein Fischreiches Gew\u00e4sser. Alles vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst bogen wir zu den feuchten Wiesen ab, vor uns h\u00fcpften Rotkehlchen, Amseln, T\u00fcrken- und Ringeltauben auf den Wegen herum. Zwischendurch eine neue Vogelart, die wir noch nicht kannten. Schwarzer Kopf, oranger Bauch. Mein erster Gedanke, dass es ein Schwarzkehlchen sein k\u00f6nnte, lag richtig. Bei den kleinen V\u00f6gel finden wir es immer etwas schwierig, sie zu bestimmen, da sie sind so flink. Wenn man sie dann mal scharf hat, fliegen sie schon zum n\u00e4chsten Punkt. Dazu kommt, dass das Schilf gef\u00fchlte sechs Meter hoch ist und sie sich in dem dichten Gew\u00e4chs gut verstecken k\u00f6nnen. Tarnung ist alles. Das Vogelgezwitscher wird immer lauter, einer nach dem andern schl\u00fcpft aus seinem Nest und geht auf Nahrungssuche. Unter anderem ein Trupp Stieglitze, die die Samen von den B\u00e4umen naschten und vor sich hin trillerten . Darunter ein f\u00fcr uns unbekannter Ruf. Mit unserer BirdNET App lauschten wir dem Gesang, was jedoch etwas schwierig erschien. Aber mit etwas Geduld spuckte die App den Seidens\u00e4nger aus, und siehe da, wir konnten auch einen kurzen Blick von ihm erhaschen, wie er im Schilf sa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>An den Wegen gibt es kleine Aussichtspunkte, wo man sich einen \u00dcberblick \u00fcber die Umgebung machen kann. Auf der einen Seite weite Schilffelder, woraus man schlie\u00dfen kann, dass es hier S\u00fc\u00dfwasser gibt. Zwischen dem Schilf befinden sich kleine Teiche in denen Bl\u00e4ssh\u00fchner, Brandg\u00e4nse, Zwergtaucher und Stockenten sich im Unterwasserreich ihre Nahrung suchen. Auf der anderen Seite erblickten wir feuchte Felder und alte Ruinen. Bei diesem Blick konnten wir unseren Augen nicht trauen. Ein Vogel, den wir nicht kannten. Mittelgro\u00dfer Vogel, Beine und Hals lang, gebogener langer Schnabel, in dem Licht recht dunkles Gefieder, doch auch schimmernd im Sonnenlicht und am Kopf wei\u00df gefleckt. Beeindruckender Schreitvogel, doch sie waren leider sehr schreckhaft und fl\u00fcchteten ins hohen Gras. Gegen Nachmittag konnten wir sie im Schilf noch einmal sichten und uns davon \u00fcberzeugen, dass es unseren Recherchen nach Sichler sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur V\u00f6gel haben wir beobachtet, sondern auch einige Schmetterlinge, wie das Waldbrettspiel und den Kohlwei\u00dfling. Auch weitere Insekten waren reichlich vertreten, von Hummeln bis Wildbienen. Unterwasser war auch viel Bewegung und wenn man einen guten Blickwinkel hatte, konnte man auch Fische entdecken. Wir konnten eine Meer\u00e4sche beim Fressen von umgest\u00fcrztem Schilf beobachten. Eine ganze Weile waren wir damit besch\u00e4ftigt, ein tolles Foto zu schie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der anderen Seite flogen kleine V\u00f6gel mit langen rosaroten Beinen, genannt Stelzenl\u00e4ufer. \u00dcber uns flogen die Korallenm\u00f6wen ihre Kreise und k\u00fchlten sich ab und zu im Gew\u00e4sser ab. Ein Vogel verfolgte uns wie ein Phantom. Mehrfach raschelte es im Schilf und sobald wir hinschauten, sahen wir nur noch einen Schatten verschwinden. Der Schatten war bl\u00e4ulich, h\u00fchnerartig und mit wei\u00dfem Hintern. Gegen Abend standen wir pl\u00f6tzlich etwa 2m vor unserem Phantom. Es war genauso verdutzt wie wir. Wir konnten nun bestimmen: Das, was da akribisch versuchte, unentdeckt zu bleiben, waren Purpurh\u00fchner.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann fanden wir noch Beobachtungsh\u00fctten, die laut Beschilderung vor vielen Jahren einem Ranger von seiner Frau geschenkt wurden. Dort kann man \u00fcber ein weites und abwechslungsreiches Gebiet schauen, ohne die Tiere zu st\u00f6ren. Ein Fischadler sa\u00df auf seinem Ansitz, eine Rohrweihe flog \u00fcber die Wiese und hielt Ausschau nach Nahrung. Mit pendelnden Bewegungen suchten die S\u00e4belschn\u00e4bler nach Krebstieren oder hielten ein Nickerchen, wie die vielen Kormorane. Davor auf einem umgefallenen Baum sa\u00dfen einige Seeregenpfeifer und lie\u00dfen sich beim Sonne tanken nicht st\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben auf einem Kanal posten die L\u00f6ffelenten regelrecht f\u00fcr die Kamera, die Schnatterenten beeindruckten mit ihrem wundersch\u00f6nen Muster im Gefieder und ein kleiner Trupp Marmelenten schwamm gem\u00fctlich auf und ab. Die Seidenreiher genossen im Geb\u00fcsch die restliche Abendsonne und dann waren da noch Nachtreiher, tats\u00e4chlich darunter ein Jungtier. An der n\u00e4chsten Wiese vergn\u00fcgten sich Krickenten am Ufer, drei Wildkaninchen hoppelten \u00fcber die Wiese und Kiebitze waren auch vertreten. <\/p>\n\n\n\n<p>Um 17.00 Uhr mussten wir das Gel\u00e4nde verlassen, aber das war auch ganz gut so, sonst w\u00e4ren wir bestimmt noch irgendwo stehen geblieben. Insgesamt waren wir neun Stunden in diesem Park. Es war einfach nur gro\u00dfartig, denn das Gebiet ist ein nat\u00fcrliches Auffangbecken f\u00fcr das S\u00fc\u00dfwasser aus den Bergen und dem angrenzenden Salzwasser aus dem Meer<strong>. <\/strong>Es bringt eine unfassbare Artenvielfalt mit sich und wir haben noch lange nicht alle gesehen. Einige Arten haben wir erst im Nachhinein bestimmt, da wir zu Weihnachten ein Teleobjektiv bekommen haben, konnte das jetzt ausprobiert werden und es wurden unz\u00e4hlige Fotos geschossen. Selbst Fynn macht jetzt begeistert Bilder und kommt richtig in Fahrt. Wir hatten wirklich unheimlich viel Freude, die Tiere zu beobachten und den Lebensraum kennenzulernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig, dass Orte wie der Naturpark S&#8217;Albufera de Mallorca gesch\u00fctzt werden, um die Artenvielfalt zu erhalten und den Menschen die M\u00f6glichkeit zu geben, die Sch\u00f6nheit und Wunder der Natur zu erleben.<\/p>\n\n\n\n<p>P.S. Viele sch\u00f6ne Bilder sind entstanden und k\u00f6nnt ihr euch im Fotoalbum anschauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fch schmiss uns der Wecker aus den Federn, denn der fr\u00fche Vogel f\u00e4ngt den Wurm und da wollen wir dabei sein. 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