{"id":680,"date":"2024-03-03T12:55:09","date_gmt":"2024-03-03T11:55:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fahrfaraway.de\/wordpress\/?p=680"},"modified":"2024-04-15T13:33:04","modified_gmt":"2024-04-15T11:33:04","slug":"unterschiedliche-landschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fahrfaraway.de\/wordpress\/unterschiedliche-landschaften\/laender\/","title":{"rendered":"Unterschiedliche Landschaften"},"content":{"rendered":"\n<p>Nachdem wir die Hafenst\u00e4dte verlassen hatten, fuhren wir Richtung Torrevieja. Dort besuchten wir den Pink Lake und stellten fest, dass die Realit\u00e4t nicht immer den Bildern im Internet entspricht. Zwar war der See leicht rosa, jedoch bei weiten nicht so intensiv, wie es einige Bilder vermitteln. Ihr k\u00f6nnt ja mal googeln. Der Pink Lake erh\u00e4lt seine rosa F\u00e4rbung durch das Halobakterium, das sich in hoher Salzkonzentration wohl f\u00fchlt. In dieser Lagune haben wir ein Gehalt von 320 Gramm pro Liter Wasser. Interessanterweise dient diese Salzlagune dem ertragreichsten Salzabbau Europas. Dennoch w\u00fcrden wir einen Besuch dieses Ortes nicht unbedingt empfehlen, da die Umgebung sehr trist und dreckig ist. Da schaut man sich lieber Bilder im Internet an.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir suchten uns etwas au\u00dferhalb eine Unterkunft bei einem sehr netten, spanischen Bauern. Zu dieser Jahreszeit gedeihen hier in Spanien zahlreiche Obst- und Gem\u00fcsesorten. Bei unserem Gastgeber konnten wir K\u00fcrbis, Orangen, Zitronen, Artischocken, S\u00fc\u00dfkartoffel oder auch Erbsen erwerben. Wir haben nat\u00fcrlich gleich zugeschlagen und brauchen die Leckereien nun nach und nach auf.<\/p>\n\n\n\n<p>In der N\u00e4he des Hofes befindet sich der Naturpark, El Fondo. Mit seinen Salzs\u00fcmpfen bietet er verschiedenen Vogelarten eine gute Nahrungsquelle. W\u00e4hrend unseren Touren durch den Park konnten wir nicht nur Rosaflamingos beobachten, sondern auch viele andere, f\u00fcr uns unbekannte Arten. Einige V\u00f6gel konnten wir bestimmen, darunter die Wei\u00dfkopfruderente, deren markanter blauer Schnabel uns faszinierte. Meist beobachteten wir sie beim Schwimmen oder Schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im dichten Schilf versteckte sich die Bekassine, sie war nicht leicht zu entdecken, denn ihr braun-beiges Kleid passt perfekt in die Umgebung. Dadurch kann man sie leicht \u00fcbersehen. Aber mit etwas Geduld konnte wir sie betrachten und ein Foto schie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen den Rosaflamingos schwammen L\u00f6ffelenten, Brandg\u00e4nse, Bl\u00e4ssh\u00fchner und Zwergtaucher, aber bei den Tauchern mussten wir genau hinschauen, denn da waren noch andere dabei. Sie haben gelbe B\u00fcschel an den Augen und sind wesentlich dunkler, die Rede ist von dem Schwarzhalstaucher. Flinke Taucher, die gerne spielen und sich gegenseitig \u00e4rgern. Aber auch bei den Bl\u00e4ssh\u00fchnern musste man seine Augen offen halten, denn unter ihnen waren welche mit kleinen, roten H\u00f6ckern im Stirnbild. Das sogenannte Kammbl\u00e4sshuhn, welches sich sonst kaum unterscheiden l\u00e4sst von den Bl\u00e4ssh\u00fchnern, aber genauso laut gackert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Blaukehlchen konnten wir h\u00fcpfend im Schilf erblicken und seine leuchtenden Farben bewundern. Das blau strahlte uns nur so an, aber es war flink und suchte weiter nach Futter.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Nahrungssuche waren unter anderem auch Stelzenl\u00e4ufer, sie sind die kleinen St\u00f6rche unter den V\u00f6geln und beeindrucken mit ihren rosafarbenen Stelzen. Sie sind so h\u00fcbsch, dass wir eine Weile damit besch\u00e4ftigt waren ein tolles Foto zu schie\u00dfen und sie einfach nur bei der Nahrungsaufnahme beobachtet haben. Unter ihnen sahen wir auch den Sichlern beim Fressen zu. Sein Schnabel und die Farben faszinieren uns immer wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Umgebung ist in kleine Seen aufgeteilt, die mit Schilf bewachsen sind. Es gibt \u00fcberall Beobachtungsh\u00fctten und man kann sehr gut in die Habitate blicken. Wir trafen auf den Touren einige Menschen mit ihren Spektiven, Ferngl\u00e4sern und Kameras. Darunter auch einen Finnen, der uns dabei half einen Greifvogel zu bestimmen. Wie sagte er so sch\u00f6n: \u201eBooted Eagel\u201c, weil er der einzige Greifer ist der Schuhe tr\u00e4gt. F\u00fcr alle, die sich nun fragen, welcher Vogel gemeint ist, der Zwergadler. Wer tats\u00e4chlich unseren Block und Fotoalbum gut verfolgt, wei\u00df das wir schon einen vor der Linse hatten. Wir haben uns mit dem netten Herren noch eine Weile unterhalten, denn er ist auch begeisterter Hobbyornithologe. Aber nun reicht es auch wieder mit Vogelcontent.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn als n\u00e4chstes ging es in die gro\u00dfe Stadt Granada. Die Hinfahrt war wirklich sehr spannend, wir sind durch verschiedene Landschaften gefahren. Zum einen ging es durch eine W\u00fcstenlandschaft, dann \u00fcber eine Art Plateau mit jeder Menge Mandelb\u00e4ume. Dort \u00f6ffnet sich irgendwann der Blick auf die schneebedeckte Spitze der Sierra Nevada. Kurz vor Granada f\u00e4hrt man durch eine Felsen- und Klippenlandschaft, welche etwas an einen Canyon erinnert. Hier sieht man, dass die Menschen ihre H\u00e4user in die Felsen gebaut haben. Dann schlengelt man sich noch eine sehr gr\u00fcne, kleine, aber steile Gebirgskette hinauf und wieder hinab nach Granada. Von der Stadt aus durften wir \u00fcber der Sierra Nevada ein wahres Naturspektakel betrachten. Eine riesige Lenticulariswolke, die am Himmel schwebte.<\/p>\n\n\n\n<p>In Granada steht die ber\u00fchmte Festung Alhambra, die von den Mauren erbaut wurde und viele Touristen anzieht. Man sollte vorher Tickets buchen, um diese Pal\u00e4ste und G\u00e4rten zu besuchen. F\u00fcr uns war es leider zu sp\u00e4t, die n\u00e4chsten freien Tickets gab es erst f\u00fcr Anfang April. Aber in der Stadt kann man durch die alten Gassen schlendern und sich ein wenig in die Zeit zur\u00fcckversetzten. Dann ging es noch zum Aussichtspunkt San Miquel Alto. Dort konnten wir \u00fcber die Stadt schauen, die Festung Alhambra bestaunen und den Schnee auf der Sierra Nevada betrachten. In diesem Stadtviertel, Albaicin waren die Gassen sehr h\u00fcbsch und viel Get\u00fcmmel. Die Stadt ist voll mit jungen Menschen und richtig coolen Caf\u00e9s. In einem Jazz-Caf\u00e9 waren wir etwas trinken, dass Inventar besteht aus vielen alten Bildern, Kameras und vielem mehr. Wir sa\u00dfen an einem alten Klavier und haben die Musik genossen. Dann soll man hier in gewissen Bars zu jedem Getr\u00e4nk eine Tapas bekommen. Das haben wir nat\u00fcrlich gleich ausprobiert und landeten in einer kleinen, s\u00fc\u00dfen Bar. Der Kellner war sehr zuvorkommend und organisierte uns nach kurzen Warten einen kleinen Tisch, wir haben zu jedem Getr\u00e4nk ein anderes Tapas erhalten und es war k\u00f6stlich. Doch zum Abendessen sollte man das nicht machen, denn dann ist man eher betrunken statt satt. Danach gingen wir in einen Technoclub mit vielen netten Menschen und guter Musik. Da wurde unser Tanz- und Musikdurst mal wieder ein bisschen gestillt und wir hatten eine sch\u00f6ne Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes fuhren wir ein kleines St\u00fcck zur\u00fcck, denn wir wollten gerne die einzige W\u00fcste Europas besuchen. Wir waren in der Stadt Tabernas, wo noch alte Filmsets aufgebaut sind. Unter Anderem wurde hier 1968 der Film \u201eSpiel mir das Lied vom Tod\u201c gedreht. Vielleicht kennt der ein oder andere den Film. Die Landschaft ist sehr bergig und unglaublich trocken wie man es von einer W\u00fcste erwartet. Der starke Wind vervollst\u00e4ndigte die Filmszenerie. Es fehlte nur noch der wehende Strohball. Obwohl die Natur weniger abwechslungsreich war, boten die Felsformationen und Schluchten dennoch eine faszinierende Kulisse. Auf dem Weg begegneten uns Haubenlerchen und sogar wilde Hunde, denen wir lieber aus dem Weg gingen, um sicherzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht noch ein St\u00fcck weiter an der K\u00fcste und zwar nach Gibraltar. Da wird es, aber noch einen extra Beitrag geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir die Hafenst\u00e4dte verlassen hatten, fuhren wir Richtung Torrevieja. 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