{"id":775,"date":"2024-05-13T14:01:25","date_gmt":"2024-05-13T12:01:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fahrfaraway.de\/wordpress\/?p=775"},"modified":"2024-07-04T16:05:52","modified_gmt":"2024-07-04T14:05:52","slug":"der-wind-macht-diesen-ort-magisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fahrfaraway.de\/wordpress\/der-wind-macht-diesen-ort-magisch\/neuigkeite\/","title":{"rendered":"Der Wind macht diesen Ort magisch"},"content":{"rendered":"\n<p>Als n\u00e4chstes Ziel steuerten wir den Ort Tarifa an, denn dort erwartete uns etwas ganz Besonderes. Im M\u00e4rz beginnt die Jahreszeit, wo die Zugv\u00f6gel wieder in ihre Brutgebiete zur\u00fcckkehren. Daf\u00fcr m\u00fcssen einige von ihnen \u00fcber die Meerenge von Gibraltar und die k\u00fcrzeste Distanz ist nach Tarifa. Dort kommen jedes Jahr zahlreiche Hobbyornithologen hin und bestaunen tausende V\u00f6gel.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fanden einen Stellplatz direkt am Strand von Los Lances und dann begann unsere magische Zeit. Ehrlich gesagt, wei\u00df ich gar nicht wie ich die letzten 2 Monate zu Papier bringen soll. Aber vielleicht fangen wir damit an, euch die Menschen vorzustellen, die diese Zeit unbeschreiblich gemacht haben. Unsere erste Begegnung war ein bekanntes Gesicht aus Eberswalde, unser Chefkoch Lukas. Es ist wirklich verr\u00fcckt, wie klein die Welt ist. Dann haben wir da noch unsere kreative und herzallerliebste K\u00fcnstlerin Toni, unsere wunderh\u00fcbsche Tanzmaus Lisa und unseren frisch gebackenen Kite-Instructor Justus. Aber vergessen wir nicht unseren st\u00e4ndigen Begleiter, Lukas Hund Samba, der uns das ein oder andere Mal Herzrasen bereitet hat. Mit diesen vier einzigartigen Menschen und einem Hund durften wir Energien sp\u00fcren, die wir zuvor so noch nicht kannten. Wir sind mit der Gruppe zusammen an neue Orte gereist, haben die witzigsten Partys gefeiert und eine weitere Familie gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Ausflug ging in die Berge von Malaga zu einer Geburtstagsfeier, wo ich, Leonie, endlich mal meine Angst \u00fcberwunden habe, Barlu zu fahren. Es hat mir geholfen zu wissen, dass alle an mich glauben und mich motivieren. Also begann unser Ausflug und die Fahrt war gar nicht schlimm. Eine Herausforderung war im Dunkeln die Berge hochzufahren, aber auch das haben wir gemeinsam gemeistert. Als wir dort ankamen, waren nicht sehr viele G\u00e4ste da und die meisten sind auch kurz nach unserer Ankunft gegangen. Das h\u00e4lt uns, aber nicht davon ab eine tolle Zeit zu haben. Nachdem der Gastgeber und seine Freunde etwas Musik aufgelegt hatten, bauten wir unser Dj-Equipment auf. Es wurde unheimlich viel gelacht, getanzt und die Aussicht genossen. Denn wir schauten auf ein beleuchtetes Tal und als die Sonne aufging, standen wir einfach mitten in den Bergen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderer Ausflug ging zu einem Stausee in den Olivenanbaugebieten Andalusiens, denn zu dieser Zeit hing eine gro\u00dfe Gewitterwolke \u00fcber ganz Spanien. Wir verpieselten uns in die Natur, wo wir etwas gesch\u00fctzter vor Wind und Wetter waren. In unserer gemeinsamen Zeit wurde viel gescherzt, gelacht und gut gegessen. Zu jeder Mahlzeit war der Tisch mit den unterschiedlichsten K\u00f6stlichkeiten gedeckt und es wurde intuitiv gekocht. Wie eine gro\u00dfe Familie sa\u00dfen wir jeden Tag an einem Tisch und haben vor uns hin geschlemmt. Wir haben auch kleine Aktivit\u00e4ten unternommen, wie zum Beispiel die Wanderung zur Buddha-H\u00f6hle, unsere Strandtage oder die kreativen Tage, wo gemalt, t\u00e4towiert und geh\u00e4kelt wurde. Wir k\u00f6nnen gar nicht alles aufschreiben, was wir erlebt haben, dass Ergebnis w\u00e4ren wahrscheinlich 20 Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber von einem besonderen Ort m\u00f6chte ich noch erz\u00e4hlen. Denn kurz nach Ostern haben wir uns wieder einmal einen neuen Stellplatz rausgesucht, beziehungsweise Justus. Wo hast du nur immer die tollen Orte her. Dieser Platz war etwas h\u00f6her gelegen, auf gro\u00dfen Klippen. Von dort hatten wir einen grandiosen Blick auf das Mittelmeer und auf ein kleines \u00d6rtchen, dessen Name ich vergessen habe. Der Strand bestand aus verschieden gro\u00dfen, abgewaschenen Steinen und die bunten Farben der Blumen machen dieses Fleckchen Erde wundersch\u00f6n. Eines muss ich euch unbedingt berichten, denn wir haben fast jeden Tag Delfine gesichtet. Wir durften freilebende Delfine beobachten und manchmal haben sie sogar nach Futter gejagt. Es gab Tage, da waren sie nicht leicht zu finden, denn die Wellen sehen von weit oben manchmal aus wie Delfine. Aber es gab auch Tage, wo das Wasser sehr ruhig war und wir sie die K\u00fcste entlang verfolgen konnten. Einfach magisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann ist diese Zeit auch vorbei und der Neumond brachte eine gro\u00dfe Wende. Leider hatte Lukas einen Unfall und er musste, so schnell wie m\u00f6glich wieder nach Deutschland. Da er aber das Auto nicht fahren konnte, bot sich Fynn an ihn und Samba zu fahren. F\u00fcr Lisa passte das auch ganz gut, denn sie wollte eigentlich schon l\u00e4ngst Zuhause sein. Wir haben sie, ein wenig aufgehalten. Sorry, Lis\u00b4chen. Unser, vorerst letzter Abend stand bevor. Die Stimmung war etwas gedr\u00fcckt, denn auch f\u00fcr mich sollte das eine riesige Herausforderung werden, alleine im Camper zu leben. Wir genossen diese Zeit in vollen Z\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es f\u00fcr die drei Richtung Deutschland. Fynn fuhr Lukas seinen 42Jahre alten Mercedes Hymer und bekam dadurch neue\/alte Fahrerfahrungen. Innerhalb von 5 Tagen und nach 2875 Kilometer kamen sie in Berlin an und er \u00fcberraschte Freunde und Familie. Er hatte eine sch\u00f6ne Zeit zu Hause, wollte aber auch schnell wieder ins warme Spanien. Nach zwei Wochen war er zur\u00fcck bei mir.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen lebte ich mich alleine im Camper ein, die ersten Tage waren emotional sehr hart f\u00fcr mich. Was mache ich jetzt? Wo fahre ich hin? Schaffe ich es alleine Wasser aufzuf\u00fcllen und das Auto zufahren? So viele Fragen, die meinen Kopf beherrschten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ehrlich gesagt, habe ich die Zeit auch mal genossen, alleine im Camper zu leben und all meine \u00c4ngste haben sich in Luft aufgel\u00f6st. Ich meisterte alles richtig gut. Meine Pl\u00e4ne waren erst mal noch die Zeit mit Toni und Justus zu genie\u00dfen, neue Menschen kennenzulernen und Englisch zu lernen. In Tarifa habe ich n\u00e4mlich einen wundervollen Kontakt gekn\u00fcpft, mit der ich meine Englischkenntnisse allemal verbessern konnte. Ihr Name ist Vanessa. Also fuhr ich nach ein paar Tagen wieder Richtung Tarifa und, da Justus seinen Kite-Instructor-Kurs dort absolvierte, hatte ich immer einen Ansprechpanter. Das war mir irgendwie wichtig. Ich verbrachte also unheimlich viel Zeit mit Vanessa, sprach fast den ganzen Tag Englisch und baute mit ihr eine gute Verbindung auf. Zwischendurch wechselten wir den Ort, nach Bolonia. Wir gingen dort auf eine kleine Wanderung, die wir im dunkeln mit einer Sternschnuppe beendeten. Zum Wochenende ging es f\u00fcr uns wieder Richtung Tarifa, denn wir m\u00fcssen ja auf die bestandene Pr\u00fcfung von Justus und den anderen Sch\u00fclern ansto\u00dfen. Dabei lernte ich viele tolle Menschen kennen und nutze die Chance, um meine fotografischen Kenntnisse auf Kitespr\u00fcnge zu verbessern. Ich habe ein neues Motiv f\u00fcr meine Fotografie gefunden und es macht unheimlich viel Spa\u00df die Kite-Sportler zu beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zwei Wochen vergingen wie im Flug und ich konnte Fynn vom Flughafen abholen. Wir hatten uns viel zu erz\u00e4hlen und waren beide froh wieder beieinander zu sein. Haben aber auch die Zeit gesch\u00e4tzt, in der wir uns seit Langem mal wieder vermissten. Uns blieb in Tarifa noch eine Woche und wir feierten mit Justus und Vanessa die R\u00fcckkehr von Fynn ausgiebig.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich betonen, dass wir auch wirklich viele V\u00f6gel gesehen haben. Darunter hunderte von St\u00f6rche, Schmutzgeier, G\u00e4nsegeier, Schwarz-, Rotmilane, Schlangenadler, Basst\u00f6lpel, See-, Flussregenpfeifer und Sanderlinge. Zum kr\u00f6nenden Abschluss besuchten wir die seltenen Waldrappe. Es ist wirklich beeindruckend, wie viele V\u00f6gel \u00fcber die Meerenge fliegen und ich denke, n\u00e4chstes Jahr werden wir wieder dort landen (h\u00f6h\u00f6).<\/p>\n\n\n\n<p>Nun sind wir weiter gefahren und sind gespannt auf neue Abenteuer. Jetzt seit ihr auf dem neusten Stand. Bis Bald<\/p>\n\n\n\n<p>P.S.: An dieser Stelle will ich mich bei unserer Piratenreisegruppe bedanken. Ihr seid alles so unglaublich tolle, spannende und liebenswerte Menschen. Ich nehme viel aus dieser Zeit mit, wie, noch mehr an mich selbst zu glauben und einfach mal W\u00fcnsche auszusprechen. Wir k\u00f6nnen alles erreichen, wenn wir es wollen und auf unser Herz h\u00f6ren. Das hat mir jeder auf seine eigene Weise gezeigt. Ich w\u00fcnsche mir f\u00fcr eure Zukunft nur das Beste und geht euren Wege, wie ihr es f\u00fcr richtig haltet. Vielleicht treffen einige unserer Wege aufeinander. Wir haben euch unendlich doll in unsere Herzen geschlossen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als n\u00e4chstes Ziel steuerten wir den Ort Tarifa an, denn dort erwartete uns etwas ganz Besonderes. 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